Am Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit. An diesem Tag begann religiös gesehen der Durchzug Jesu durch die Wüste, den er innerhalb von 40 Tagen fastend und betend vollzog. Gläubige Christen besuchen am Abend den Gottesdienst, bei dem ihnen das Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet wird. Es ist ein Symbol für Buße. Besonders religiöse Menschen verzichten während der Fastenzeit auf bestimmte Konsumgüter, wie Alkohol oder Süßigkeiten. Dies kann nach den lustigen und deftigen Karnevalstagen so manche Vorteile für die Figur bringen und auch das Selbstbewusstsein stärken. Hinzu kommt die Vorfreude auf den Tag, an dem die Fastenzeit endet. Religiös gesehen sind die Sonntage „Kleine Festtage“, an denen die „Fastentätigkeit“ unterbrochen werden darf. So fällt der Verzicht nicht so schwer und auch die eigenen Vorgaben können besser eingehalten werden. So mancher Raucher hat sich während der Fastenzeit schon das Rauchen abgewöhnt. Versuchen auch Sie auf den alltäglichen Luxus zu verzichten und Sie werden sehen, dass ganz gewöhnliche Dinge eigentlich etwas Besonderes sind. Aufgrund von Stress und Zeitdruck gerät dies nämlich oft in Vergessenheit. Neben der katholischen Bedeutung, ist der Aschermittwoch für die Bayern auch politisch gesehen recht speziell.
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Aschermittwoch – Geldbeutelwaschen auf dem Marienplatz
Schon seit 1426 wird jedes Jahr zum Aschermittwoch im Fischbrunnen auf dem Marienplatz der Geldbeutel gewaschen. Und wurde auch in diesem Jahr wieder von dieser Tradition Gebrauch gemacht. Seit nun 583 Jahren wäscht der Bürgermeister der Stadt München seinen großen Geldbeutel im Fischbrunnen, meist gemeinsam mit dem Stadtkämmerer. In diesem Jahr durfte mal wieder Christian Ude, der Bürgermeister der Stadt München an diesem Brauch teilhaben. Das Waschen des Geldbeutels soll volle Stadtkassen für das kommende Jahr bringen. Die Bürger erhoffen sich von dieser Tradition eine rasche Auffüllung ihrer Portmonees nach der geldzährenden Fastenzeit.

